RHEINPFALZ: Rauschkolb übernimmt Führung

Veröffentlicht am 18.02.2020 in Aktionen

Eisenberg: SPD-Gemeindeverband nominiert seine neue Vorsitzende auch erneut als Kandidatin für Landtag. Jaqueline Rauschkolb steht künftig an der Spitze des SPD-Gemeindeverbandes Eisenberg. Die 32-jährige Landtagsabgeordnete wurde während der Jahreshauptversammlung im Evangelischen Gemeindehaus als Nachfolgerin von Reinhard Wohnsiedler gewählt. Der kandidierte aus Altersgründen nicht mehr.

Quelle Ausgabe Die Rheinpfalz Donnersberger Rundschau - Nr. 39 Datum Samstag, den 15. Februar 2020 Seite 14

Wohnsiedler war 24 Jahre lang Vorsitzender des Verbands, der aus den SPD-Ortsvereinen Eisenberg, Kerzenheim und Ramsen besteht. Er hat in dieser Zeit die Kommunalpolitik wesentlich mitgeprägt. Obwohl sie mit ihrer Arbeit auf den verschiedenen politischen Ebenen ausgelastet sei, könne sie in dieser Situation „schlecht nein sagen“, kommentierte Rauschkolb ihre Wahl zur Vorsitzenden. Sie legte Wert darauf, dass sie sich dieses Amt „nicht unter den Nagel gerissen“ habe, sondern vom Vorstand vorgeschlagen wurde. Sicherer ListenplatzDie Versammlung nominierte Rauschkolb außerdem einstimmig als SPD-Wahlkreiskandidatin für die Landtagswahl 2021. Die endgültige Entscheidung darüber trifft die Wahlkreiskonferenz am 25. März in Kerzenheim, an der auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) teilnehmen wird. Rauschkolb soll zudem für einen aussichtsreichen Platz auf der SPD-Liste vorgeschlagen werden.

Keine personellen Veränderungen gab es bei den weiteren Mitgliedern des engeren Vorstandes, die einmütig in ihren Ämtern bestätigt wurden. In seinem Tätigkeitsbericht über die vergangenen drei Jahre nannte der scheidende Vorsitzende Wohnsiedler unter anderem die Wahl des Verbandsbürgermeisters und die Kommunalwahl im vergangenen Jahr. Neben einem „sehr guten Ergebnis“ für den wiedergewählten Verbandsbürgermeister Bernd Frey listete Wohnsiedler auch die „schlechten SPD-Ergebnisse bei der Kommunalwahl in der VG“ auf. Die Zusammenarbeit mit der CDU im Hinblick auf eine gemeinsame Koalition sei stets „vertrauensvoll und gut“ gewesen, so Wohnsiedler. Bernd Frey, der die Versammlung leitete, dankte dem scheidenden Vorsitzenden für dessen Engagement. Leider seien bei der Kommunalwahl nicht alle gesetzten Ziele erreicht worden, „aber wir sind Demokraten und machen das Beste daraus“, sagte Frey. In ihrem Bericht aus Mainz ging die Landtagsabgeordnete auf die Vorgänge bei der Wahl des Ministerpräsidenten in Thüringen ein. Sie hätte sich nicht vorstellen könne, „dass so etwas in Deutschland wieder passiert“, sagte Rauschkolb. Es sei nicht nachzuvollziehen, wie sich ein Demokrat mit Unterstützung der extremen Rechten unter Führung eines Faschisten wählen lassen konnte. Die CDU im Bund müsse deutlich machen, „was in ihrem Laden los ist und sich klar positionieren“, forderte Rauschkolb. Ebenso müsse die Haltung der Landes-FDP, die in Mainz gemeinsam mit SPD und Grünen in der Regierungsverantwortung steht, „klar sein“. Im anstehenden Landtagswahlkampf müsse die rheinland-pfälzische SPD deutlich machen, was in der Legislaturperiode geleistet wurde, so Rauschkolb weiter. Sie selbst werde wie bisher auf die Menschen „zugehen und genau zuhören“, so die Abgeordnete, die Hausbesuche und „Gespräche über den Gartenzaun“ in ihrem Wahlkreis ankündigte.  Bernd Frey gab Rauschkolb die Forderung nach Mainz mit, die Landesregierung solle endlich die bis zur „Oberkante Unterlippe verschuldeten“ Kommunen von ihren Altschulden entlasten. Allein die VG Eisenberg schleppe 40 Millionen Euro an Kassenkrediten mit sich herum, so Frey. Zudem solle der Finanzausgleich zwischen Land und Kommunen transparent gestaltet werden, so dass „etwas mehr Geld, das im Bund vorhanden ist, bei den Kommunen ankommt“. Manfred Rauschkolb, der vor kurzem zum Vorsitzenden des Eisenberger SPD-Ortsvereins gewählt wurde, kündigte an, eventuell eine Jusogruppe zu gründen, um wieder mehr junge Leute für die politische Arbeit zu gewinnen.

DER VORSTAND Vorsitzende: Jaqueline Rauschkolb; Stellvertreter: Gisela Mähnert, Gunther Jung; Schriftführer: Jörg Heide; Kassierer: Hans-Werner Dech; Beisitzer: Christian Frey, Hans-Dieter Hild, Helmut Linke, Christel Pätzold, Helmut Pätzold, Manfred Rauschkolb, Markus Vorbeck, Florian Philippi.

 
 

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